Der Füllfederhalter - MONTBLANC-MEISTERSTÜCK
|
|
Ein Füllfederhalter ist weitaus mehr als nur ein Schreibgerät. Wie im
Schriftbild selbst gelangt auch in der Wahl einer Feder ein ganz
persönliches Bekenntnis zum Ausdruck: der Charakter und die Individualität
eines Menschen. Persönlichkeiten, die ästhetische Kultur in perfekter
Funktion suchen, entscheiden sich in Deutschland darum fast stets für das
Meisterstück von MONTBLANC. Wer um die Jahrhundertwende einen Brief
schreiben wollte, der griff meist zum Gänsekiel oder Holzhalter mit Feder.
Ein Füllfederhalter mit Tintenkammer war als teurer Luxusartikel nur der
betuchteren Gesellschaft vorbehalten. Einem Hamburger Schreibwarenhändler
kam es darum in den Sinn, solche vom Tintenfass unabhängigen Federhalter für
sein Geschäft zu produzieren. 1906 tat er sich mit einem ortsansässigen
Bankier und einem Berliner Ingenieur zusammen. Die Nachfrage war so groß,
dass schon bald eine leistungsfähige Firma ins Leben gerufen wurde, die
allerdings die Möglichkeiten dieser drei Männer bei weitem überforderte. Die
finanzkräftigen Unternehmer Voss, Lausen und Dziambor boten ihre Beteiligung
an, und 1908 wurde das Unternehmen gegründet. Bereits die ersten Produkte
der jungen Firma zeigten ein einheitliches Design mit einem roten
Abschlusskappenkopf als Kennzeichen. Dem Zeitgeist entsprechend wurde die
teure und exklusive Kollektion "Rouge et Noir" getauft. Diese Bezeichnung
sollte ein Stück französische Lebensart und Weltläufigkeit vermitteln. Der
rote Kappenkopf wurde im späteren Verlauf durch einen weißen ersetzt. Ein
neuer Name musste dem Produkt gegeben werden. In einer privaten Runde der
Gründer wurde der Name MONTBLANC wie eine Vision gefunden. Der weiße
Kappenkopf und später der weiße Stern muteten wie ein schneebedeckter Gipfel
an. Der höchste Berg Europas steht gleichzeitig für höchste Qualität. 1924
brachte MONTBLANC das legendäre Meisterstück heraus. Wie kaum ein anderer
Füllfederhalter vereint er in sich Eleganz, Prestige und handwerkliche
Perfektion. Noch heute gelten seine klassische Anmutung und sein
unverwechselbares Design als das Nonplusultra des Schreibwerkzeugs - ein
Kultobjekt jenseits allen Zeitgeistes. In schwarzem MONTBLANC-Edelharz mit
goldplattierten Beschlägen trat das Meisterstück seinen Siegeszug durch die
Welt an. Besondere Sorgfalt gilt der Feder aus 14- oder 18-karätigem Gold
mit Platinintarsia. Viele handarbeitliche Arbeitsgänge durchläuft die Feder,
wobei der Schliff eine besondere Stellung einnimmt. Einzeln, von Hand
eingeschrieben, verlassen die Federn das Werk. Als Gütesiegel ist der
Goldfeder eines jeden Meisterstücks die Zahl "4810" eingraviert, die Höhe
des Montblanc. Dieser Klassiker präsentiert sich heute in zwei
Produktfamilien: dem edel-schlanken Meisterstück "Classique" und dem
voluminös-gewichtigen "LeGrand de Montblanc". Zu beiden gesellen sich
passend Kugelschreiber, Rollerball und Drehbleistift. Als praktischen
Reisebegleiter führte MONTBLANC darüber hinaus jüngst mit dem "LeGrand
Traveller" einen Füllfederhalter mit Patronenschlitten ein. Noch größer und
gewichtiger gibt sich das eigentliche Herzstück der gesamten Kollektion, das
"Meisterstück 149" - der Füllfederhalter, der weltweit Verträge besiegelt
und in der Hand von Staatsmännern bereits Geschichte schrieb. Die
Juwelierausführung des Meisterstücks ist unter dem Namen "Solitaire" mit
Goldplattierung, in Sterlingsilber oder in 18-karätigem Gold erhältlich.
Zwei Meisterstücke gelangten weltweit zu Berühmtheit: Die massiv goldene
Version des großen "Meisterstück 149" und der ebenfalls massiv goldene "Solitaire
Royal", der überdies mit 4.810 full cut Diamanten bestückt ist, fanden wegen
ihrer Kostbarkeit Eingang in das "Guinness-Buch der Rekorde".
|